Informations-Ratgeber · Herausgegeben von Yesbalance · enthält Produkthinweise (Anzeige)
rotesreismehl.info › Ist rotes Reismehl schädlich?

Risiken & Sicherheit

Ist rotes Reismehl schädlich?

Eine ehrliche Einordnung: was Behörden wie BfR, EFSA und BfArM zu rotem Reismehl sagen, welche Nebenwirkungen möglich sind, welche Wechselwirkungen es gibt und für wen rotes Reismehl nicht geeignet ist.

Rote Reiskörner in Glas-Petrischalen als Sinnbild für Prüfung und Sicherheitsbewertung

Ist rotes Reismehl schädlich?

Rotes Reismehl kann Risiken bergen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät wegen erheblicher Sicherheitsbedenken vom Verzehr entsprechender Nahrungsergänzungsmittel ab — beziehungsweise empfiehlt die Einnahme nur nach ärztlicher Rücksprache. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) konnte keine sichere Verzehrmenge festlegen.

Verantwortlich dafür ist vor allem der Inhaltsstoff Monacolin K, der bei der Fermentation entsteht. Auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und Verbraucherschützer haben wiederholt zur Vorsicht geraten. Diese Seite fasst den Stand sachlich zusammen — sie ersetzt keine ärztliche Beratung.

Warum wird rotes Reismehl kritisch bewertet?

Weil Monacolin K chemisch identisch ist mit dem verschreibungspflichtigen Arzneistoff Lovastatin — einem Cholesterin­senker. Aus diesem Grund kann Monacolin K dieselben unerwünschten Wirkungen und Wechselwirkungen auslösen wie das Medikament. Die EFSA konnte für Monacoline keine unbedenkliche Tagesmenge bestimmen.

Hinzu kommt: Die Gehalte an Monacolinen schwanken je nach Produkt und Herstellung, und Nahrungsergänzungsmittel werden — anders als Arzneimittel — meist ohne ärztliche Begleitung eingenommen. Genau diese Kombination bewerten Fachstellen als problematisch.

Welche Nebenwirkungen kann rotes Reismehl haben?

Berichtet werden vor allem Beschwerden, wie sie auch von Statinen bekannt sind. In seltenen, schweren Fällen können sie behandlungsbedürftig sein. Bei entsprechenden Symptomen sollten Sie die Einnahme beenden und ärztlichen Rat einholen.

  • Muskelbeschwerden bis hin zu Muskelschäden
  • Leberschäden
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Kopfschmerzen und Müdigkeit
  • Hautreaktionen

Kann rotes Reismehl mit Medikamenten wechselwirken?

Ja. Wechselwirkungen mit zahlreichen Medikamenten sind möglich — unter anderem mit Blutgerinnungshemmern und anderen Cholesterinsenkern. Nehmen Sie rotes Reismehl daher nicht zusätzlich zu oder als Ersatz für verordnete Medikamente ein, ohne dies ärztlich abzuklären.

Wichtig

Setzen Sie verordnete Medikamente niemals eigenmächtig ab und ersetzen Sie sie nicht ohne ärztliche Rücksprache durch ein Nahrungsergänzungsmittel.

Für wen ist rotes Reismehl nicht geeignet?

Verschiedene Personengruppen sollten auf rotes Reismehl verzichten oder es nur nach ärztlicher Abklärung einnehmen. Im Zweifel gilt: erst mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen, dann entscheiden.

  • Schwangere und Stillende
  • Kinder und Jugendliche
  • Menschen mit Leber- oder Nierenerkrankungen
  • Personen, die bereits Statine oder andere Medikamente einnehmen
  • Menschen mit unklaren Vorerkrankungen — bitte vorab ärztlich klären

Warum ist rotes Reismehl in der EU reguliert?

Weil Monacolin K wie ein Arzneistoff wirken kann, gelten in der EU klare Mengengrenzen. Nahrungsergänzungsmittel müssen unter 3 mg Monacolin je Tagesdosis enthalten; ab 5 mg werden Produkte als Arzneimittel eingestuft. Gesundheitsbezogene Aussagen sind nicht zugelassen.

Unter 3 mg Monacolin / Tagzulässig als Nahrungsergänzungsmittel
Ab 5 mg Monakolin K / Taggilt als Arzneimittel
Gesundheitsbezogene Angabennicht zugelassen

Auch unterhalb von 3 mg bewertet die EFSA die Zufuhr nicht als gesichert unbedenklich; auf EU-Ebene werden weitere Beschränkungen diskutiert. Mehr dazu im Abschnitt Rechtlicher Rahmen.

Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

Die wichtigste Maßnahme ist das ärztliche Gespräch — besonders bei Vorerkrankungen oder anderen Medikamenten. Wenn Sie sich dafür entscheiden, achten Sie zusätzlich auf geprüfte Citrinin-Freiheit, eine vollständige Deklaration und nachvollziehbare Herkunft.

Ein sachlicher Hinweis zur Einordnung: Cholestecur Intens von Yesbalance liegt mit 2,9 mg Monacolinen je Kapsel unterhalb der 3-mg-Grenze und ist damit ein Nahrungsergänzungsmittel, kein Arzneimittel. Das ist eine rechtliche Einordnung und keine Aussage über gesundheitliche Sicherheit — die individuelle Eignung klären Sie bitte ärztlich.

Cholestecur in geprüfter Qualität ansehen

Der wichtigste Rat

Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt

Das gilt besonders, wenn Sie Medikamente einnehmen oder Vorerkrankungen haben. Nur so lässt sich das individuelle Risiko einschätzen — und nur die Ärztin oder der Arzt kann entscheiden, was für Sie sinnvoll ist.

Zurück zum Ratgeber

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Risiken von rotem Reismehl

Ist rotes Reismehl schädlich?
Rotes Reismehl kann Risiken bergen. Das BfR rät wegen Sicherheitsbedenken vom Verzehr ab bzw. empfiehlt die Einnahme nur nach ärztlicher Rücksprache; die EFSA konnte keine sichere Verzehrmenge festlegen. Grund ist der Inhaltsstoff Monacolin K.
Welche Nebenwirkungen kann rotes Reismehl haben?
Möglich sind u. a. Muskelbeschwerden bis hin zu Muskelschäden, Leberschäden, Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Hautreaktionen. In seltenen, schweren Fällen können Beschwerden behandlungsbedürftig sein.
Kann rotes Reismehl mit Medikamenten wechselwirken?
Ja. Wechselwirkungen mit zahlreichen Medikamenten sind möglich, u. a. mit Blutgerinnungshemmern und anderen Cholesterinsenkern. Kombinieren oder ersetzen Sie verordnete Medikamente nie ohne ärztliche Rücksprache und setzen Sie sie nie eigenmächtig ab.
Für wen ist rotes Reismehl nicht geeignet?
Unter anderem für Schwangere und Stillende, Kinder und Jugendliche, Menschen mit Leber- oder Nierenerkrankungen sowie Personen, die bereits Statine oder andere Medikamente einnehmen. Klären Sie die Einnahme vorab ärztlich ab.
Warum ist rotes Reismehl in der EU reguliert?
Monacolin K ist chemisch identisch mit dem Arzneistoff Lovastatin. Nahrungsergänzungsmittel müssen unter 3 mg Monacolin je Tagesdosis enthalten; ab 5 mg gelten Produkte als Arzneimittel. Gesundheitsbezogene Angaben sind nicht zugelassen.

Quellen & weiterführende Informationen

  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Stellungnahme Nr. 003/2020 zu Nahrungsergänzungsmitteln mit Rotschimmelreis — bfr.bund.de
  • EFSA (2018): Scientific opinion on the safety of monacolins in red yeast rice — efsa.europa.eu
  • BfArM: Pressemitteilung 3/16 zu Red-Rice-Produkten — bfarm.de
  • Verbraucherzentrale: Roter Reis — ganz natürlich den Cholesterinspiegel senken? — verbraucherzentrale.de